man against the machine, Part VI.
Menschen machen Fehler, Maschinen nicht.
man against the machine oder
Menschen machen Fehler, Maschinen nicht…
Schach ist ein Spiel.
Schach scheint komplex, kann mit seinen 64 Feldern und 32 Spielsteinen jedoch sicher nicht die Komplexität des Lebens widerspiegeln, wie manche behaupten und glauben wollen. Zumindest würde ich selbst mein Leben und meine Umgebung nicht auf ein Spielbrett und Spielsteine reduziert haben wollen.
Wie bei vielen anderen Dingen können wir beim Schachspielen aber viel lernen.
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- Wir bleiben ruhig und fokussiert.
- Wir versuchen keine Fehler zu machen und warten ab.
- Wir warten bis unsere Gegner einen entscheidenden Fehler machen, um diesen zu verwerten.
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Denn letztendlich benötigen wir beim Schachspielen unsere Gegner nur, um gegen uns selbst zu spielen. Ähnlich wie wir mit einem Tennisschläger und Ball alleine spielen können, wenn wir den Ball gegen eine Wand dreschen, von der unser Ball abprallt und uns eine weitere Reaktion abverlangt.
Auf einem Tennisfeld würden wir den Ball hoffnungslos hinterhetzen. Das Spiel wäre bereits mit dem ersten Aufschlag beendet, bevor es begonnen hätte.
Genauso könnten wir nicht ernsthaft und glaubhaft gegen uns selbst Schach spielen. Wir benötigen andere oder einen Computer, um gegen uns selbst zu spielen (und nicht vermeintlich gegen unsere Gegner).
Wir besiegen uns beim Schachspielen selbst.
Wir brauchen die Fehler nicht bei unserem Gegenüber suchen, denn hätten wir einen Fehler gefunden, hätten wir gewonnen.
Wir haben selbst zumindest einen Fehler gemacht, sonst hätten wir nicht verloren.
Nicht unsere Gegner, sondern wir haben uns selbst besiegt.
Deswegen versuchen wir selbst besser zu werden und sehen uns nicht am vermeintlichen Glück unserer Gegner Leid.
Es braucht keinen Neid und auch keine Selbsterhöhung, wenn wir einmal gewinnen, weil uns unsere Gegner gewinnen haben lassen.
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Obwohl es beim Schachspielen gegen Computer und diverse Künstliche Intelligenz (KI) Programme keinen Blumentopf mehr zu gewinnen gäbe, erfreut sich Schach immer steigender Beliebtheit bei Jung und Alt.
Zumindest jetzt noch, interagieren wir im echten – realen – Leben mit Menschen und nicht mit Maschinen. Im Gegensatz zu Maschinen machen wir Menschen Fehler.
Maschinen machen keine Fehler. Maschinen befolgen Programme.
Programme können fehlerhaft sein. Trotzdem machen Maschinen keine Fehler.
Sie befolgen vielleicht fehlerhafte Programme, ohne dabei selbst Fehler zu machen. Sie tun, was ihnen aufgetragen, was innerhalb der Schaltkreise und Programm-Algorithmen möglich ist.
Maschinen spielen fehlerfrei Schach, auch wenn sie Fehler machen. Denn sie spielen nicht, sie rechnen.
Uns Menschen ist das Spielen vorbehalten.
Ihr
fahmy.blog
Sieben aufeinanderfolgende Partien. Schnellschach.
Acht Minuten mit 3 Sekunden Increment pro Zug.
